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Das Heiligtum des Apollo Hylates

Kourion, heute eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Zyperns, hieß zu römischer Zeit Curium und war das Zentrum eines Stadtkönigreiches. Ein Heiligtum zu Ehren Apollos verlieh ihm Bedeutung weit über die Grenzen der Insel hinaus.

Viele der griechischen Götter erfüllten mehrere Funktionen, teilweise gab es auch regionale Unterschiede. So ist vom Apollo-Kult auf Zypern bekannt, dass der Gott der Schönheit und des Lichtes hier auch als Beschützer der wilden Tiere und des Waldes verehrt wurde - daher der Beiname „Hylates".

Zypern-Apollotempel
Die Ruine des Apollotempel. Foto: FVZ Zypern

Sein Tempel befand sich im antiken Kourion, heute eine der beeindruckendsten Ausgrabungsstätten römischer Kultur auf Zypern. Die wichtigsten Elemente der Apollo-Verehrung stellten Priestertänze und Tieropfer dar. Meist handelte es sich um junge Schafe oder Ziegen, wie Untersuchungen der Asche ergaben, die in der Nähe des Hauptaltars gefunden wurde. Dieser Altar war nachweislich über 1100 Jahre, vom achten Jahrhundert vor Christi bis ins vierte Jahrhundert nach Christi, das Zentrum der Apollo-Verehrung im östlichen Mittelmeer und zog Pilger aus aller Herren Länder an.Die Überreste von Wirtschaftsgebäuden und Priesterunterkünften rechts der „heiligen Straße" zeugen von dem regen Treiben, das hier einmal geherrscht haben muss. Der antike Tempel wurde komplett rekonstruiert und regt zusätzlich die Fantasie des historisch interessierten Besuchers an.

Von großer Wichtigkeit mag auch das „Baumheiligtum" gewesen sein, welches 1978 von einer Gruppe amerikanischer Archäologen entdeckt wurde. Auf einer kreisförmigen Felsplattform mit 18 Metern Durchmesser standen in sieben Gruben „heilige Bäume", umgeben von einem gepflasterten Umgang, auf dem die Priester tanzten.

Quelle: FVZ Zypern / pairola-media.com